Statement der FDP am Politforum vom 17. Februar 2020

Am 17. Februar 2020 fand im Kirchgemeindehaus das traditionelle Politforum mit allen Ortsparteien statt, welches wiederum vom Seniorenverein Münchenbuchsee organisiert wurde. Das Thema der gut besuchten Veranstaltung lautete: „Was ist gut, was fehlt in Buchsi für eine

gute Alters- und Generationenarbeit?“ Das Podiumsgespräch wurde vom bekannten Radiojournalisten Roland Jeanneret moderiert. In diesem Artikel ist das Statement des FDP Präsidenten wiedergegeben.

«Die FDP Buchsi bedankt sich beim Seniorenverein für die Einladung zum traditionellen Politforum. Ich möchte in meinem Eingangsstatement drei Punkte erwähnen:

Beurteilung der Altersarbeit:

Die Altersarbeit hat dank des grossen Einsatzes des Seniorenvereins und der zuständigen Gremien der Gemeinde bei der Umsetzung des Altersleitbilds 2016 grosse Fortschritte gemacht. Ich denke hier auch an den Neubau des Alterszentrums Weiermatt. Bei den Quartierbegehungen, die der Seniorenverein 2019 durchgeführt hat, sind Mobilitätshindernisse und Sicherheitsprobleme aufgetaucht. Wir sind gespannt auf den entsprechenden Bericht.

Wie der Bericht des Seniorenvereins zur Bedürfnisabfrage im Bereich Wohnen in Münchenbuchsee vom letzten Jahr gezeigt hat, sind die meisten Befragten mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Wichtig ist für die FDP die Selbstbestimmung beim Wohnen. Selbstbestimmung bedingt, dass die einzelne Person informiert ist über die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten. Autonomie bedingt, dass man Zugang zu massgeschneiderter Unterstützung hat. Jede Person sollte nach Möglichkeit selber bestimmen können, was für sie das Beste ist, zum Beispiel Spitex oder betreutes Wohnen.

 

Welches ist der Beitrag der FDP?

Ein wichtiger Beitrag ist die aktive Mitarbeit von FDP Parteimitgliedern in den Organisationen, die sich mit Seniorinnen und Senioren befassen. Ich denke an insbesondere den Seniorenverein, das Forum 60 plus, den Frauenverein und an die Kirchen.

Ich kann den Entscheid der FDP Fraktion im GGR nicht vorwegnehmen, aber ich gehe davon aus, dass die FDP zum Beispiel die Eliminierung von Hindernissen im öffentlichen Raum unterstützen wird., welche bei den Quartierbegehungen identifiziert wurden.

Also ist alles super? Leider nicht ganz. Und nun komme ich zu meinem dritten und letzten Punkt:

Was könnte man noch mehr tun für die Generationenarbeit?

Ich freue mich selber auch, dass wir immer älter werden. Ich kann euch einen Besuch der Ausstellung im Berner Generationenhaus beim Bahnhof Bern «Forever young – Willkommen im langen Leben» nur empfehlen. Leider hat dieses schöne lange Leben eine Kehrseite: die gesamte Altersvorsorge ist in Schieflage. In der AHV haben wir Milliardendefizite, in der zweiten Säule d.h. in den Pensionskassen fliesst Geld von den Jungen zu den Alten, parlamentarische Vorlagen zur Sanierung der Altersvorsorge sind blockiert oder werden bei Volksabstimmungen abgelehnt. Es besteht also Informations- und Diskussionsbedarf. Und hier könnte der Seniorenverein mit der Organisation von entsprechenden Informationsabenden einen wesentlichen Beitrag leisten. Keine Vereine können in Münchenbuchsee so viele Zuhörerinnen und Zuhörer mobilisieren wie der Frauenverein und der Seniorenverein. Und weil der Seniorenverein so erfolgreich unterwegs ist, könnte er sich vielleicht in einen Ü45 Verein entwickeln, in einen Verein für die zweite Lebenshälfte. »